Die Serviten

Karlskirche Volders (Gründungslegende der Serviten)Die Serviten (Diener Mariens) wurden im Jahre 1233 von sieben angesehenen Florentinern, den so genannten "Sieben heiligen Vätern", auf dem Monte Senario bei Florenz gegründet. An vorderer Stelle steht die Verehrung Mariens, vor allem der Schmerzhaften Muttergottes. In Servitenklöstern findet man immer wieder Pietà-Darstellungen.

Zuerst verbreitete sich der Orden in Italien, griff dann aber bald auf Mitteleuropa über. In Deutschland gab es im Mittelalter über 30 Servitenklöster, die jedoch in der Reformation untergingen. Erzherzogin Anna Katharina Gonzaga, Gattin von Erzherzog Ferdinand II., Graf von Tirol, ließ in Innsbruck das erste Servitenkloster der Servitenkloster in InnsbruckGegenreformation erbauen. Nach dem Tod ihres Gatten trat sie in den Orden ein und gründete zunächst zwei Klöster an der Stelle der heutigen SOWI-Fakultät in Innsbruck, 1616 dann das Kloster in der Maria-Theresien-Straße.
Zur Zeit gibt es rund 100 Servitenklöster, die meisten in Italien, Österreich und Amerika.

Neben der seelsorglichen Tätigkeit und dem Predigen steht vor allem die schulische und wissenschaftliche Tätigkeit im Vordergrund.

In Tirol gibt es Servitenklöster in Innsbruck (Maria-Theresien-Straße), Maria Waldrast und Volders. Ein weiteres Kloster besteht in Maria Weißenstein in Südtirol.